Wenn ein Mensch abgelenkt ist, nimmt er selbst auffällige Dinge in seiner Umgebung nicht wahr – auch dann nicht, wenn sie direkt vor der Nase geschehen. Umso wichtiger ist es, zunächst festzustellen, wie gut sich jemand auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren kann.

Die Aufmerksamkeit wird beim Lernen gezielt auf eine neue Information gerichtet, damit diese überhaupt aufgenommen bzw. in bereits vorhandene individuelle Denk- und Wissensstrukturen integriert werden kann. Die Qualität und Wirksamkeit des Lernprozesses hängen daher entscheidend davon ab, wie stabil und zielgerichtet die Aufmerksamkeit aufrechterhalten werden kann. Während Aufmerksamkeit beschreibt, etwas bewusst wahrzunehmen oder den Fokus auf etwas zu richten, geht es bei der Konzentration darum, diese Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum gezielt aufrechtzuerhalten.

Sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch die Aufmerksamkeit sind keine feststehenden Merkmale, sondern entwickelbare Potentiale, die durch gezielte, altersgerechte und spielerische Übungen trainiert und verbessert werden können. Beide Fähigkeiten gehören zu den sog. exekutiven Funktionen, also den Steuerungsprozessen unseres Gehirns, die für planvolles und zielgerichtetes Handeln verantwortlich sind.

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