Der Begriff Dyskalkulie steht für Rechenschwäche und Rechenstörung. Aufgrund der mangelhaften Forschungslage fehlt eine eindeutige Begriffsabgrenzung zwischen einer Schwäche und einer Störung. So werden diese beiden Begriffe oft synonym verwendet. Innerhalb der Rechenstörung wird unterschieden zwischen Störungen, die auf die Gehirnentwicklung zurückgehen und Störungen infolge von Umwelteinflüssen, wie Mängel im Unterrichtsgeschehen, neurologische Erkrankungen oder emotionale Störungen. Eine Dyskalkulie kann nur dann diagnostiziert werden, wenn die Rechenleistung des Betroffenen unterhalb des Niveaus liegt, das aufgrund des Alters bzw. der Schulstufe zu erwarten ist.

Einige der Symptome für Rechenschwäche bei Kindern und Jugendlichen sind folgende:

Wichtiger Hinweis!

Das Vorkommen von einzelnen Symptomen ist nicht ein Indiz für Rechenschwäche. Eine genauere Untersuchung ist nur dann empfehlenswert, wenn mehrere der unten angeführten Symptome zutreffen.  

  • Zählen ohne Anzahlbewusstsein
  • Zählen ohne Eins-zu-Eins-Zuordnung
  • Schwierigkeiten beim Weiterzählen
  • Schwierigkeiten beim Rückwärtszählen und Rückwärts-Weiterzählen
  • Schwierigkeiten im Verständnis von „mehr“, „weniger“, „gleich viel“
  • Schwierigkeiten bei Textaufgaben
  • Unverständnis gegenüber Aufgabenstellungen mit „Um wie viel?“
  • Häufiges Verzählen um 1 bei Additionen und Subtraktionen
  • Wenig Verständnis für Grundrechenarten (Verwechslungen!)
  • Probleme mit dem Stellenwertsystem
  • Probleme bei der Unterscheidung von Größenangaben (Mengen, Längen, Zeit und Geld)
  • Probleme bei der Über- und Unterschreitung der Zehnerreihe
  • Häufiges Vertauschen der Zehner- und Einerstelle von Zahlen (z.B. 27 statt 72)

〉Für weitere Symptome und eine genauere Beschreibung folgen Sie Link 1 und Link 2.

Für eine möglichst frühe Erkennung von Dyskalkulie ist das erste Drittel der zweiten Schulstufe ausschlaggebend. Eine Reflexion über den mathematischen Entwicklungsstand des Kindes im Vergleich zu den Anforderungen des Schuljahres kann hier offene Warnhinweise geben. So kann ein frühes Gegensteuern mit individuell zugeschnittenen Maßnahmen in die Wege geleitet werden, um zu verhindern, dass es zu sekundären Folgeproblemen (z.B. psychische, soziale usw.) kommt und der nötige Förderaufwand noch größer wird.